Samstag, 11 Januar 2014 19:45

Seit Erhalt meiner ersten Smartwatch AW-414.Go von Simvalley (PEARL) sind nun bereits 50 Tage ins Land gegangen - höchste Zeit also für eine Zwischeneinschätzung.

Seit rund sieben Wochen habe ich die Smartwatch tagtäglich am Handgelenk, und ich bin angenehm überrascht, wie schnell ich mich an diese Uhr gewöhnt habe. Im Normalfall nehme ich die umgebundene Uhr überhaupt nicht wahr - sie ist beim Tragen kaum zu spüren. Mit 90 g ist die Smartwatch auf gar keinen Fall zu schwer. Das weiche und schmiegsame Armband gewährleistet einen angenehmen Tragekomfort. Während der täglichen Nachtruhe binde ich die Uhr dennoch ab, jedoch auch nur, damit die Uhr nicht beschädigt wird, wenn ich mal albtraumgeplagt wild um mich schlagen sollte. Auch empfinde ich die Uhr mit rund 14 mm nicht als klobig. Sie wirkt am Handgelenk ausgespochen schick, wohl auch dank der verarbeiteten Materialien. Verarbeitungsfehler konnte ich glücklicherweise keine feststellen.

Obwohl die Smartwatch auch einige Mängel aufweist, auf die ich noch zu sprechen komme, möchte ich einschätzen, dass dem Hersteller ein insgesamt überragendes Produkt gelungen ist. Erstmals konnte mit der AW-414.Go eine Smartwatch entwickelt und produziert werden, die nicht nur wie ein Smartphone funktioniert, sondern auch quasi ein Smartphone ist, das am Handgelenk getragen wird. Mit an Bord sind WLAN, UMTS, GPS, Bluetooth, Sensoren, Mikrofon, Lautsprecher und Kamera. Steckplätze für eine micro-SIM-Karte sowie für eine microSDHC-Speicherkarte (bis 32 GB) sind vorhanden. Den Preis von knapp EUR 200,00 halte ich für angemessen und keinesfalls zu hoch. Die Smartwatch arbeitet 100%ig autark, und eines Zusammenspiels mit einem Smartphone bedarf es nicht.

Da stellt sich nun auch gleich die Frage, ob die AW-414.Go ein richtiges Smartphone wirklich ersetzen kann. Die Antwort lautet "Nein", auch wenn ich jetzt meistens ohne Smartphone aus dem Haus gehe. Wenn es darauf ankommt, dann kann die AW-414.Go aber ein Smartphone zumindest vorübergehend entbehrlich machen. Auf jeden Fall sollte man für den Umgang mit der Smartwatch gute Augen und / oder eine gute Brille haben. Die Eingabe längerer Texte ist von der Sache her zwar möglich, doch dafür wird die Uhr wohl niemand verwenden, es wäre geduldraubend und nervtötend. Für kleinere Texteingaben, etwa eine URL im Browser oder kurze SMS oder E-Mails, verwende ich meistens nicht die Finger, sondern bediene mich des kleinen mitgelieferten Eingabestiftes, der sich am Armband bequem befestigen lässt. Doch auch ein Kugelschreiber kann für Texteingaben eingesetzt werden. Etwas Übung braucht man aber schon, Vertipper sind am Anfang keine Seltenheit. Nach zwei, drei Wochen hatte ich das aber ziemlich fest im Griff, denn dann weiß man ja genau, worauf es ankommt und was man wie zu beachten hat. Möglich ist auch die Installation anderer Tastaturen. Erleichternd kann sich dabei auch die einstellbare Schriftgröße auswirken. Unabhängig von der allgemeinen Einstellung ist die Schriftgröße zudem bei manchen Apps änderbar (z.B. bei der Wikipedia-App). Und wie wir es vom Smartphone her kennen, kann in vielen Anwendungen und bei Internet-Seiten auch gezoomt werden.

Das Display und die Qualität der Darstellungen - egal bei welcher App - konnten bisher stets überzeugen. Und dass das Display ja nun mal bei der Watch kleiner ist als bei einem Smartphone, das wird man in der Regel bereits vor dem Kauf wissen oder zumindest ahnen. Die Auflösung von 240 x 240 px ist für die Größe des Smartwatch-Displays völlig ausreichend.

Internet-Verbindungen (sowohl WLAN als auch 3G) werden immer sehr zügig aufgebaut und keinesfalls langsamer als bei meinem Galaxy S III. Immerhin werkelt in der Uhr ja auch ein 1,2 GHz Dual-Core-Prozessor. Wartezeiten, die die Nerven der User schädigen könnten, entstehen nicht. Bei Google-Recherchen verwende ich meistens die Sprachsuche, was in der Regel auch ziemlich gut klappt. Zudem erspart es unter Umständen mühsame Texteingaben.

Ein wichtiges Feature bei der Smartwatch ist die Uhrzeitanzeige. Schließlich erwartet man das ja auch von einer Armbanduhr. Das geht auch sehr gut, doch man muss mit der zweiten Hand erst das Display anschalten, um die Uhrzeit ablesen zu können. Das lässt sich jedoch umgehen, wenn eine entsprechende Schüttel-App installiert wird, die je nach Einstellung bei leichten oder stärkeren Bewegungen zuverlässig reagiert. Einzelheiten dazu findet ihr in unserem Form (Beitrag #115). Insgesamt kann aus 10 Uhren (analog 7 und digital 3) gewählt werden. Zwar gibt es schon eine App mit weiteren Uhrenmodellen, doch noch lassen sich diese nicht als Sperrbildschirm einstellen.

Natürlich hat die Smartwatch auch eine Telefonfunktion. Auch diese Aufgabe erfüllt die Uhr meisterhaft. Die Verständigung war bei meinen Gesprächen bisher immer zufriedenstellend. Für Lautstärke-Einstellungen empfiehlt sich die App "Lautstärke-Manager". Die Tonqualität ist zumindest immer so gut, dass auch andere Personen, die sich in der Nähe aufhalten, meinen Gesprächspartner verstehen können. Deshalb habe ich mir angewöhnt, bei Bedarf ein Bluetooth-Headset zu verwenden. Zumindest mir macht das Telefonieren damit mehr Spaß als wenn jemand alles mithören könnte. Wenn ich mal kein Bluetooth-Headset griffbereit habe, dann weise ich meinen Gesprächspartner kurz darauf hin, dass ich eine Smartwatch verwende und dass auch andere mithören könnten, was dann die Wahl seiner Sätze beeinflussen kann.

Zum Thema Bluetooth kann ich sagen, dass auch hier bisher noch keine Schwierigkeiten auftraten. Die Kopplung klappte reibungslos. Allerdings verwendete ich bisher lediglich zwei Headsets, mit dabei ein Stereo-Headset für ein genussvolles Musikerlebnis. Immerhin habe ich mit rund 4.000 mp3-Titeln eine kleine Auswahl meiner großen Oldie-Sammlung immer dabei. Außerhalb geschlossener Räume benutze ich allerdings niemals einen Kopfhörer, wichtigere Dinge könnten mir sonst entgehen, insbesondere im Straßenverkehr. Vielleicht hängt das aber auch irgendwie mit meinem fortgeschrittenen Alter zusammen.

Was kann die Smartwatch nun noch alles? Auch wenn ich bisher immer ganz gut ohne GPS ausgekommen bin, wertschätze ich auch dieses Feature, was ja vor allem in bestimmten Notsituationen von entscheidender Bedeutung auch für Leben und Gesundheit sein kann. So kommt es, dass ich bisher nicht wirklich GPS-Erfahrungen im Zusammenhang mit der Smartwatch sammeln konnte. Ich kann aber sagen, dass es in meinen Tests bestens funktionierte. Der Sat-Fix ist überraschend schnell, und ich ließ mich auch einmal navigieren, allerdings als Fußgänger in einer bekannten Gegend. Ich tat jedoch so, als würde ich mich überhaupt nicht auskennen und gelangte schließlich ohne Umwege an mein Ziel. Manche Apps erwarten ja auch, dass GPS für Ortungsdienste aktiviert ist, was ich aber bis auf Testzwecke immer konsequent ignoriere. GPS aktiviere ich nur bei Bedarf, in meinem Fall also eher selten. Dennoch reizt es mich sehr, mich mit der Uhr von Berlin zur Insel Usedom navigieren zu lassen, obwohl ich dorthin - etwas übertrieben - fast mit geschlossenen Augen fahren könnte. Dieser Test muss aber noch warten, denn vor Ostern werde ich mein Usedomer Anwesen wegen der Winterpause nicht aufsuchen.

Die Smartwatch kann natürlich auch als Musik- und Videoplayer eingesetzt werden. Einige ausgewählte Videos (z.B. "Die Made" von Heinz Erhardt und Auftritte der Gruppe "Silly") habe ich auf der Speicherkarte, die übrigens im USB-Modus vom PC erkannt wird. Doch es lassen sich auch YouTube-Videos betrachten. So spielte ich meinem Enkel (5) kürzlich mit der Smartwatch "Schnappi, das kleine Krokodil" vor. Beeindruckt davon, was eine Armbanduhr so alles kann, war er allerdings nicht, denn schließlich wächst er mit all diesen Features auf. Er fragte nur, warum wir uns das nicht - wie sonst - auf dem Notebook ansehen. Die Tonqualität halte ich für eine Smartwatch für angemessen, und die Lautstärke war bisher meistens ausreichend. Selbstverständlich können auch Fotos betrachtet werden so wie wir es vom Smartphone her kennen.

Was noch? Ab und an verwende ich die Smartwatch zum Fernsehen. Entweder mit irgend einer App per Internet oder per DVB-T. Da die Uhr nicht USB-OTG-tauglich ist, geht DVB-T nur mit einem entsprechenden WLAN-DVB-T-Gerät. Nun sehe ich mir auf der Smartwatch keinen "Tatort" an, doch für die "Tagesschau in 100 Sekunden" ist es völlig okay. Das Bild ist besser als ich ursprünglich annahm. Auch Kleinigkeiten sind gut erkennbar. Dabei kann der Bildschirm auch noch rotieren und sich der Lage der Uhr anpassen.

Zwei riesengroße Pluspunkte möchte ich noch nennen. Einer ist die volle Kompatibilität zum Google Play Store. So kann im Prinzip jede App installiert werden. Einige wenige Apps sind allerdings ohne tiefgreifende Manipulation nicht verwendbar. Da es bequemer ist, verwende ich zur Installation von Apps meistens mein Notebook. Das gilt gleichermaßen für den Kauf von Apps. An dieser Stelle möchte ich - für neue Leser - einflechten, dass ich mit meinen Geräten außer Schach gar keine Spiele installiert habe. Das gilt auch für die Smartwatch. Ich bin da einfach nicht der Typ dafür, obwohl ich weiß, dass sich sehr viele andere User an Games außerordentlich erfreuen können. Ich will damit schließlich sagen, dass ich mit der Watch keine Spiele-Erfahrung habe, obwohl das von der Sache her - wie ich in anderen Foren las - bedingt durchaus auch geht.

Ein anderer riesengroßer Pluspunkt ist der (austauschbare) Akku. Diesen Punkt betreffend hatte ich die größten Befürchtungen. Im Normalfall hält eine Akkuladung bei mir zumindest 24 Stunden. Das Aufladen geht schnell. Allerdings lässt sich die Smartwatch während des Aufladens (per USB-Kabel mit Ladeschale am Notebook oder direkt am Stromnetz) nicht verwenden. Dafür wären Bastelarbeiten notwendig. Aber auch das würde gehen, nur hatte ich das bisher noch nicht ausprobiert. Wenn ich Dienste wie Internet und Bluetooth nicht benötige, schalte ich immer in den Flugmodus, was mit der Smartwatch sehr leicht und schnell geht. Natürlich auch in Nächten, in denen ich ohnehin nicht gestört werden möchte. Bei einem langen Schlaf von 12 Stunden (normalerweise genügen mir sechs Stunden oder auch weniger) fiel die Akkuladung im Flugmodus von 100% auf 99%. Meistens sehe ich nach der Nachtruhe am Morgen sogar noch die 100%-Anzeige.

Und was ist an der Smartwatch zu beanstanden?

Auf jeden Fall die Kamera. Gut, ich konnte mit der 3 mpx-Kamera einigermaßen brauchbare Fotos schießen, doch man sollte dafür die Uhr abbinden. Sonst kann es vorkommen, dass man sich einige wichtige Gelenke verrenkt. Dort, wo sich die Kamera befindet (nämlich auf der rechten Seite) ist sie völlig ungeeignet. Filmen kann man auch, doch nach einem kurzen Testvideo hatte ich genug von diesem Feature. Videotelefonie mit der Smartwatch kann man gleich völlig vergessen, es sei denn, einer der Gesprächspartner sieht den anderen nicht.

Ein weiterer Schwachpunkt ist die Tatsache, dass sich ziemlich schnell am Akkudeckel Abfärbungen bemerkbar machen. Das sieht nicht gut aus. Abfärbungen mit Auswirkungen auf die Haut oder Kleidung habe ich aber nicht feststellen können. Auf einem meiner Fotos (siehe Bildergalerie) wird das einigermaßen deutlich.

Entgegen ursprünglichen Verlautbarungen ist die Smartwatch bedauerlicherweise weder wasserdicht noch spritzwassergeschützt, was ich als großen Mangel ansehe.

Die Smartwatch wurde mit Android 4.2.2 ausgeliefert. OTA-Updates gab es bisher noch nicht, was mich allerdings überhaupt nicht stört, da die Uhr ja fast perfekt läuft.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Smartwatch ohne nennenswerten Aufwand gerootet werden kann, was viele weitere Möglichkeiten im Umgang mit der Uhr eröffnet.

Und ich möchte auch nicht verschweigen, dass die Smartwatch süchtig machen kann. Das Spaßerlebnis damit ist außerordentlich hoch. Den Kauf der Uhr (ich habe gleich zwei davon) habe ich noch keine einzige Sekunde bereut. Ich möchte die Smartwatch nicht mehr missen, weiß aber auch, dass sie nicht meine letzte Smartwatch sein wird. Das Jahr 2014 wird bestimmt jede Menge an Überraschungen bringen. Das Smartwatch-Alter hat ja gerade erst begonnen. Und es macht mir sehr viel Freude, von Anfang an dabei sein zu können. Sehr schnell habe ich mich wieder an eine Armbanduhr gewöhnt, nachdem ich seit dem Beginn meines Vorruhestandes vor über acht Jahren keine Armbanduhr mehr getragen habe.

Wer sich noch eingehender mit der Smartwatch beschäftigen möchte, um z.B. eine Kaufentscheidung treffen zu können, findet in diesem Fremdforum bestimmt jede Hilfe. 

Bisher hier zur Smartwatch erschienene Artikel:

simvalley MOBILE 1.5"-Smartwatch AW-414.Go (UPDATE)

Smartwatch AW-414.Go - Erste Eindrücke

Das beigefügte Video ist nicht von mir, sondern von NewGadgets.de!

Als Kurz-Fazit kann ich für diese Smartwatch mit bestem Wissen und Gewissen eine klare Kaufempfehlung aussprechen!

Editiert am 14.01.2014:

computerbild.de urteilte am 13.01.2014 in ihrem Praxis-Test"Die Simvalley Mobile AW-414.Go ist momentan die einzige erhältliche Smartwatch, die diesen Namen auch verdient."

 

Medien

Dienstag, 15 Januar 2013 16:37

Das kleine DVB-T Gerät tivizen pico Android von icube dient dem Zweck, mit bestimmten Smartphones und Tablets fernzusehen, und zwar ohne aktuelle Internetverbindung, also auch im Flugmodus.

Offiziell unterstützt werden: Samsung Galaxy S II, Samsung Galaxy S III, Samsung Galaxy Note sowie weitere Smartphones und Tablets mit Android 4.0 und höher.

tivizen pico Android ist derzeit im Handel für EUR 99,00 erhältlich (Preis SATURN), Online-Händler bieten das Gerät jedoch schon ab rund EUR 50,00 an.

Voraussetzung für den DVB-T-Empfang ist natürlich, dass man sich in einem Gebiet befindet, in dem DVB-T-Sender ausgestrahlt werden, was grundsätzlich für alle Regionen Deutschlands zutreffen sollte. Die Anzahl verfüg- und empfangbarer TV- und Radiosender ist jedoch generell territorial unterschiedlich.

Seit heute habe ich nun diesen DVB-T-Winzling, so dass ich hier kurz über erste Erfahrungen berichten kann. Den Verpackungsinhalt bilden das Gerät und eine Kurzanleitung. Kabel sind entbehrlich, da das Gerät direkt in die Micro-USB-Buchse des Smartphones oder Tablets gesteckt wird. Beachte: Von der Firma icube gibt es auch andere Geräte, die für den Empfang von DVB-T geeignet sein sollen.

Mein erster Testkandidat war das Galaxy S III. Dieses Smartphone erfüllt eine wichtige Voraussetzung - es ist USB-OTG-fähig. (Einstellungen - Entwickler-Optionen - USB-Debugging). Eine weitere Voraussetzung ist, dass die betreffende App installiert ist. Es gibt zwei Apps, die eine für Smartphones und die andere für Tablets. Dann kann es auch schon losgehen. Einfach das DVB-T-Gerät ans Smartphone stecken, und schon öffnet sich das zuvor installierte Programm. Jetzt muss man sich für ein Land entscheiden (z.B. Deutschland), so dass die Sender gesucht werden können. In meinem Fall ging das sehr fix, nur eine knappe Minute musste ich warten. Dann waren alle 44 Sender gefunden, darunter fünf Radiosender. Die relativ hohe Senderanzahl ist darauf zurückzuführen, dass ich aus DVB-T-Sicht optimal wohne, nur knapp 500 m vom Berliner Fernsehturm entfernt.

In meinen ersten Tests habe ich über einen Zeitraum von ca. drei Stunden alle Sender ausprobiert. Ich hatte nichts zu beanstanden, und es gab keinen einzigen Aussetzer oder Ruckler. Es ist ratsam, vor dem Fernsehgenuss den Akku möglichst voll aufzuladen. Nach ca. drei Stunden hatte ich noch 41% Akku-Reserven. Das Durchhaltevermögen des Akkus wird von Gerät zu Gerät schwanken, für das Galaxy S III also etwa fünf Stunden, was für ein abendfüllendes Programm ausreichen sollte. Nicht so gut finde ich es, dass ich das Galaxy S III während des Fernsehens nicht aufladen kann, da die Buchse ja schon belegt ist. Bei Tablets wird das ggf. anders aussehen; beim Cat Stargate2 wäre das z.B. problemlos möglich.

Das DVB-T-Gerät ist derart leicht, dass ich einen Gewichtsunterschied (Smartphone ohne DVB-T-Gerät und Smartphone mit DVB-T-Gerät) nicht wirklich gemerkt habe. Das kleine Gerät wiegt  - mit der Antennenschlaufe -  nur 12 g.

Der Wechsel von einem zum anderen Sender geht erfreulicherweise ziemlich schnell, so dass keine wirkliche Wartezeit entsteht. Der Sender-Wechsel ist auch durch Wischbewegungen bequem möglich. Die Sendungen werden im Landscape- und Full-Screen-Modus angezeigt. Der Senderübersicht kann man auch entnehmen, welche Sendung gerade läuft und welche folgen wird (EPG). Allerdings muss ich bemängeln, dass die App dieses Feature nicht für alle Sender bietet.

Klickt man während einer Sendung kurz auf den Bildschirm, dann sind sichtbar: Sendeleistung, Akkustand, Uhrzeit.  Außerdem kann damit zwischen Radio und TV gewechselt  und kann (am Bildschirm unten) durch alle Sender links-rechts gescrollt werden. Editiert: Ein roter Aufnahmeknopf wird ebenfalls sichtbar; damit lassen sich Sendungen aufnehmen. Nach der Aufnahme können diese auch ohne angestecktes DVB-T-Gerät angeschaut werden.

Bereitete mir mein tivizen pico Android am Galaxy S III volle Freude, so war die erste Begegnung mit meinem 7"-Tablet (Cat Stargate2) von Enttäuschung geprägt. Auch hier wurden zwar alle Sender gefunden, aber es traten immer wieder Aussetzer und Ruckler auf, so dass ein TV-Erlebnis eigentlich nicht zumutbar ist. Doch ich denke, dass ich das noch hinbekomme, wenn ich etwas an der CPU-Frequenz "schraube". Das hebe ich mir aber für nächste Woche auf. Jetzt werde ich erst einmal nur mit dem Galaxy S III fernsehen, und damit stimmt einfach alles. Außerdem liegt es doch angenehmer in der Hand als ein Tablet, und die Bildschirmgröße ist für meine Belange - auch aufgrund der hervorragenden Bildqualität - voll und ganz ausreichend. Nur nach fünf Stunden muss eben der Akku an die Dose.

Ob das DVB-T-Fernsehen in voller Qualität auch im fahrenden Auto oder Zug möglich ist, muss ich erst noch in Ruhe erproben. Im Zentrum Berlins dürfte das aber kein Problem sein, und bei weiteren Strecken sitze ich meistens selbst am Steuer, und dabei meide ich jede Ablenkung, also auch das Fernsehen. Aber beim DVB-T-Radio kann ich ja nichts falsch machen.

Siehe auch meinen Artikel tivizen DVB-T für Samsung vom 13. Juni 2012.

Zum Thread in unserem Forum

Medien

Sonntag, 01 April 2012 16:23

Hallo liebe Community,

 

nachdem ich seit über einem Monat das Schenker Xirios W501 unter Linux teste, möchte ich euch ein Review nicht weiter vorenthalten.

 

Ich möchte mich hiermit auch bei Schenker und unserem Admin Casi herzlich für die günstige Bereitstellung und das Engagement bedanken.

 

Schenker Notebooks sind für ihre extreme Leistungsstärke bekannt, welche vorallem bei Grafikanwendungen im Designbereich oder für neuere Spiele unverzichtbar ist.

Da ich mich vor einigen Jahren von Windows verabschiedete und auf Linux umstieg, suchte ich nun nach einem mobilen Leistungsmonster, welches frei konfigurierbar ist und auch ohne Windows Vorinstallation ausgeliefert wird.

 

Zunächst zur Hardware konfiguration:

 

CPU: Intel Core i7 2860QM (2,5Ghz – 3,6Ghz Turboboost 8mb Cache)

Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 580M (2048MB GDDR5)

Arbeitsspeicher: 16GB SO-DIMM DDR3 RAM 1333Mhz

Festplatte: 128GB SATA-III SSD Crucial RealSSD M4

Display: Matt 15,6'' Full-HD (1920x1080)

 

Anschlüsse: 2x USB3.0

2x USB2.0

1x Firewire IEEE 1394a

1x 9in1 Cardreader

1x DVI-I out

1x HDMI out

1x eSATA

1x Kopfhörer

1x S/PDIF

1x Mikrofon

Bluetooth (optional)

W-Lan (optional)

1x RJ-45 Netzwerkanschluss

 

Gewicht: 3,1 Kg inkl. Akku

 

Test-Betriebssystem (Nicht im Lieferumfang enthalten):

 

Ubuntu 11.10

 

 

 

 

 

Das Notebook besteht aus einem stabilen, gut verarbeitetem Gehäuse, welches mit einem gummi-/silikonartigen Material beschichtet ist. Dies ist besonders an den Handauflageflächen äußerst angenehm, welche sich auch bei leistungsintensiver Nutzung nicht nach außen erhitzen.

 

Das multitouchfähige Touchpad ist ins Gehäuse eingelassen und die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt.

 

Die Webcam liefert auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein erstaunlich gutes und flüssiges Bild.

 

Das Display lässt durch die gute, helle, LED Beleuchtung, 95% Colour GAMU keine Wünsche offen und das outdoor-Arbeiten macht auf Grund der matten Oberfläche durch wenige, schwache Reflexionen endlich wieder Sinn.

 

Nun aber zur Kompatibilität mit Linux (in dem Fall wie oben bescherieben Ubuntu 11.10):

Die Installation ist denkbar einfach, wenn man Anfangs den „Kniff“ gefunden hat.

Da die Grafikkarte noch nicht durch den standartmäßigen OpenSource Treiber „Nouveau“ unterstützt wird, muss die Installation im Low Graphics Mode erfolgen, was nicht weiter schlimm ist.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Support von System76 für den Hinweis bedanken.

 

Während der Installation, sollte man mit dem Internet verbunden sein. So werden die Proprietären Nvidia Treiber automatisch heruntergeladen und mit installiert.

 

Nach ca. 15 Minuten ist die Installation abgeschlossen (inkl. aller Codecs für Musik und Filme).

 

Die Hardware wird ausnahmslos unterstützt und macht keinerlei Probleme unter Linux.

(HDMI/DVI out, USB3.0, Firewire 1394, Lan/Wlan, Fn-Tasten, Multitouch des Touchpads, Kartenleser)

Da Ubuntu keine Software für Fingerprintreader mitliefert, habe ich diesen unter Fedora getestet. Er lief ebenso „Out Of The Box“.

 

Die Grafikkarte zeigt momentan leider noch nicht ihre volle Leistungsfähigkeit, sollte sich aber durch Treiberupdates schnell verbessern/beheben lassen.

Dies fiel mir bei 3D-Renderings mit Blender auf.

 

Zur Lautstärke der Lüfter ist zu sagen, dass man sich im Vorfeld darüber im Klaren sein sollte, dass viel Leistung auch einer ebenso guten Kühlung bedarf, sich dies jedoch nur unter Last bemerkbar macht.

 

Unter Wine testete ich die Adobe CS 5.5 und war wirklich erstaunt wie enorm schnell alle Renderings und Effektberechnungen durchliefen.

 

Internettelefonie mit Skype verlief wunderbar flüssig, leider wurde mir berichtet, dass man Hintergrundgeräusche am anderen Ende der Leitung ebenso gut mitbekommt, wie das eigentliche Gespräch.

 

Erreichte Akkulaufzeiten:

Unter ständiger Last etwa 1,5 h

Bei normalem Betrieb mit Musik, Surfen, Office etwa 2 – 2,5 h

 

 

Fazit:

 

Meiner Ansicht nach ist das Schenker Xirios W501 ein super Notebook mit brachialer Leistung.

Das Netzteil ist leider etwas groß ausgefallen, bei 180 Watt jedoch keine Überraschung.

Die Akkulaufzeit ist für einen Desktopersatz völlig akzeptabel.

Etwas zu beanstanden ist das eingebaute Mikrofon auf Grund der Hintergrundgeräusche, die nicht herausgefiltert werden.

Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung für jeden, der in einem mobilen Gerät nicht auf Leistung verzichten möchte und dennoch sicher sein will, dass Linux keine Schwierigkeiten bereitet.

Zuletzt möchte ich den Schenker Support loben, der nicht nur aus eigener Erfahrung spitzenklasse ist.