Sonntag, 11. Januar 2015 18:33

Die ersten Tage mit der Neptune Pine

geschrieben von  Tumleh

Vor etwas über einem Jahr wurde ich auf die Neptune Pine aufmerksam und eröffnete dazu damals einen Thread in unserem Forum.

Eigentlich ist die Neptune Pine aus Kanada eine eigenständige Android-Smartwatch. Ich würde sie aber eher bezeichnen als ein Mini-Smartphone, das man auch am Uhrenarmband tragen kann (aber nicht muss). Im Vergleich zum Display der Smartwatch Simvalley AW-414.Go ist das Display der Neptune Pine 2,2 x größer, was durchweg als positiv registriert werden kann.

Nach über vier Monaten des Wartens bin ich nun seit wenigen Tagen im Besitz der Neptune Pine Smartwatch. Wer erst jetzt diese Smartwatch ordert, bekommt sie deutlich preiswerter und auch schneller; die Pine soll nämlich bereits innerhalb von fünf Arbeitstagen versandfertig sein. Zubehör soll demnächst auch erhältlich sein.

Zollkosten fallen für den Import nicht an, da die Pine aus dem Lager in Großbritannien nach Deutschland auf den Weg gebracht wird.

Erhältlich ist die Pine derzeit in den Speicher-Versionen 16GB und 32GB - mir liegt die 32GB-Version vor. Die eingebaute Speicherkarte ließe sich aber auch z.B. durch eine 64GB-Karte austauschen. Die Speicherkarte ist bei Erhalt der Pine ziemlich leer, da alle Apps auf dem internen Speicher installiert werden, der mit 600MB aber sehr knapp bemessen ist, so dass es ohne Manipulation unmöglich ist, eine Navi-App mit Offline-Karten zu nutzen. Allerdings ist es - nach Anleitung - mühelos und schnell möglich, beide Speichermedien virtuell gegeneinander auszutauschen, so dass alle Apps auf der großen Speicherkarte installiert werden. Dieses wohl größte Problem im Zusammenhang mit der Pine wäre damit zufriedenstellend gelöst.

In den ersten Tagen nach Inbetriebnahme der Pine sollte ein wenig Arbeit investiert werden, damit der tägliche Umgang mit der Smartwatch immer recht viel Freude macht. So kann die Smartwatch völlig unkompliziert gerootet werden, und es kann der Google Play Store installiert werden, um so Zugang zu den vielen Apps zu haben. Wer das nicht möchte, kann auch andere Stores installieren, oder er kann einzelne APKs auf die Smartwatch kopieren und dann installieren. Nach der Installation des Play Stores habe ich mein Google-Konto für die Pine aktiviert, so dass Apps auch vom Windows-Rechner aus installierbar sind.

An dieser Stelle ist zu bemerken, dass Google-Kontakte nicht übernommen werden, sofern der Play Store von der Pine aus installiert wurde und nicht direkt über den PC als Gapps. Da ich nur knapp 100 Kontakte benötige, habe ich diese kurzerhand eingegeben. Dabei bediente ich mich der grandiosen App "TeamViewer QuickSupport" - so konnte ich die Kontakte mühelos am PC eingeben. Die Smartwatch hatte ich dabei mit dem mitgelieferten USB-Kabel mit dem PC verbunden. Der Screen der Pine war dabei auf dem PC-Bildschirm sichtbar. Die beiden Speichermedien werden als Laufwerke vom PC aus erkannt, so dass Dateien auch bequem übertragen, gelöscht und bearbeitet werden können.

Die Pine kann bequem an das Uhrenarmband angeklickt und von diesem jederzeit auch wieder gelöst werden. Nach etwas Einarbeitung ist das Sekundensache. Das Tragen der Smartwatch am Handgelenk empfinde ich als angenehm, der Uhr-Körper ist zwar größer als der der AW-414.Go, wirkt aber keinesfalls klobig. Bei dieser Größe ist die Uhr eher ein Hingucker.

Beschreiben kann ich unmöglich, was man mit der Smartwatch alles machen kann. Im Grunde genommen nämlich genau das, was man auch mit einem Smartphone tut. Einschränkungen gibt es dabei nur hinsichtlich der Display-Größe, was für mich allerdings kein Problem darstellt. Die Pine kann als vollwertiger Smartphone-Ersatz dienen, was ich für die Smartwatch von Simvalley so keineswegs sagen konnte. Skype-Telefonie stellt kein Problem dar, da die Pine über zwei Kameras (mit Blitz) verfügt. Zum normalen Fotografieren muss die Watch jedoch vom Armband gelöst werden, was aber auch kein Problem darstellt.

Die aktuelle Pine ist leider nicht USB-OTG-fähig. Internetloses Fernsehen (DVB-T) ist aber dennoch möglich, z.B. mit dem kleinen Tivizen-Wifi-Gerät.

Aufgrund der nicht kompatiblen Poligkeit kann PRESSY zur Zeit mit der Pine leider nicht genutzt werden. Wenn es auch dafür eine Lösung gibt, dann werde ich berichten.

Mit der vollen Akku-Ladung kam ich bisher mit der Pine gut über den Tag.

Fragen und Kommentare postet bitte in unserem Pine-Thread!

Da es offenbar keine richtige gute Tasche für die Pine (ohne Armband) zu geben scheint, werde ich mir in der kommenden Woche eine kleine passende Ledertasche von einer Sattlerei anfertigen lassen. Dann ist die Watch auch immer gut geschützt, wenn ich sie - aus welchen Gründen auch immer - nicht am Armband trage.

Zum Schluss nun noch die technischen Daten:

Connectivity 
Wi-Fi 802.11 b/g/n 
GPS 
Bluetooth 4.0 
USB 2.0 
Micro-SIM

 

Cellular Networks 
GSM/GPRS/EDGE 850, 900, 1800, 1900
UMTS/HSPA+/WCDMA 850, 1700, 1900, 2100

 
Connectivity.png

Display 
2.4 inch TFT capacitive touchscreen 
320x240 QVGA resolution
Corning Gorilla Glass

 

Camera 
5-megapixel rear-facing camera
VGA front-facing camera
LED flash (Front & Rear)

 

Sound & Alert 
Speaker and microphone 
3.5mm headphone jack 
Vibration alert

 

OS 
Android 4.1 Jelly Bean

 

QWERTY Keyboard

 
Memory.png

Memory
512MB RAM
16 or 32GB mass storage

 

Battery 
Built-in rechargeable 810 mAh  lithium-ion battery
Charging via USB to computer system or power adapter

Standby – up to 120 hours

 

Processor 
Qualcomm Snapdragon S4 1.2GHz Dual- Core ARM Cortex-A5

 

Weight
60.8 grams / 2.14 ounces (Pine handset)
35.4 grams / 1.24 ounces (Neptune Watchband)

 

Size 
66.0 x 53.5 x 14.2 mm

 
Input.png

Data Inputs 
Accelerometer 
Gyroscope
Pedometer
Digital compass

 

In the Box
Pine handset
Watchband
Micro-USB charging and data cable
USB power adapter
Stereo headphones

 

 

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Last modified on Sonntag, 11. Januar 2015 22:22