Mittwoch, 12 Februar 2014 06:02

Wer viele Screenshots erstellen muss kennt das Problem: Man muss per Hand immer wieder eine Screenshot-App dafür bemühen und danach die Bilder vom Gerät auf seinen Rechner kopieren und anschließend diese wieder vom Gerät löschen.
Ich habe heute einen Artikel gelesen, wie man über eine USB-Verbindung von einem Android-Smartphone vom Terminal aus bequem Screenshots erstellen kann.
Wenn das für Android geht, sollte es doch auch bitte fürs Jolla gehen, aber natürlich noch ein wenig eleganter, also ohne Kabel-Gedöns ;)

Man braucht:

  • ein Jolla mit aktiviertem ssh-Zugang, sprich Developer-Account
  • einen Rechner mit installiertem Linux
  • das Skript im Anhang
  • optional für Faule wie mich ;) Zugang per public key aufs Jolla

Man kopiert das Skript in ein Verzeichnis seiner Wahl, macht es ausführbar. Ab sofort kann man mit dem Befehl

bash$ jolla_scrot name_der_anwendung

einen Screenshot remote erstellen. Wenn man keine Authentifizierung per public key aktiviert hat, wird man sonst jedesmal nach dem Passwort gefragt.
Wer das Risiko eingehen möchte, das Passwort im Klartext im Skript zu speichern kann das natürlich tun, muss das Skript aber noch ein wenig erweitern.

Was macht das Skript genau?
Per ssh setzt man einen dbus-Befehl ab, um einen Screenshot zu erstellen. Danach kopiert man das Bild in das aktuelle Verzeichnis und löscht es auf dem Jolla, damit die Gallery nicht zugemüllt wird.

Disclaimer: Ihr macht das alles auf eigene Verantwortung, man sollte wissen, was man tut ;)

DOWNLOAD SKRIPT!

Viel Spaß damit!
Cermit

Mittwoch, 16 Januar 2013 18:17

Manch einer hat sein N900 mit zahlreichen Media-Dateien wie mp3 bestückt (bei mir sind es über 5.000). Wer will, kann im Heimnetzwerk über Clienten darauf zugreifen, um sie abzuspielen. Dafür muss das N900 mit einer kleinen Software in einen DLNA-Media-Server verwandelt werden. So ein Server gibt die Dateien für den Zugriff frei. Für diesen Zugriff braucht es im Netzwerk dann einen DLNA-fähigen Clienten (z.B. Fernseher, Computer oder Sat- bzw. Kabel-Receiver). Die heute gängige Hardware sollte eigentlich durchgehend DLNA-fähig sein.

Die einfachste Variante ist die Nutzung von MiniDLNA. Diese App ist schön aufgebaut und sehr leicht einzurichten. Problem: Zumindest bei mir funktioniert sie nicht richtig. Nur ein Bruchteil der freigegebenen Ordner werden in meinem Clienten sichtbar. Als Alternative bietet sich Fuppes an. Diese App zu installieren und einzurichten ist jedoch mit etwas Fummelarbeit verbunden. Wie das geht, wird hier nun Schritt für Schritt beschrieben. Auch der Laie bekommt es hin, wenn er sich an den folgenden Text hält. Die Apps Leafpad und rootsh müssen dafür bereits auf dem N900 installiert sein.

Die Fuppes-Installationsdatei fuppes_0.660-1_armel.deb wird hier runtergeladen und am besten im Hauptpfad des N900 abgelegt ("MyDocs"). Anschließend den Terminal öffnen und folgende Befehle der Reihe nach eingeben: sudo gainroot [Enter], cd /home/user/MyDocs [Enter], dpkg -i fuppes_0.660-1_armel.deb [Enter], apt-get -f install [Enter]. Nun Handy neu starten, Terminal wieder öffnen und folgenden Befehl eingeben: sudo gainroot [Enter], leafpad /home/user/.fuppes/fuppes.cfg [Enter]. Leafpad zeigt dann etwas, was so ähnlich wie hier aussieht:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<fuppes_config version="0.7.2.3">
   <shared_objects>
       <dir>/media/mmc1/MusikExt</dir>
       <dir>/home/user/MyDocs/MusikInt</dir>
   </shared_objects>
   <network>
       <!--empty = automatic detection-->
       <interface>192.168.178.21</interface>
       <!--empty or 0 = random port-->

Nur drei Zeilen sind von Bedeutung. <dir>/media/mmc1/MusikExt</dir> ist der Hauptpfad der Speicherkarte mit der Freigabe des Ordners "MusikExt". Die Zeile <dir>/home/user/MyDocs/MusikInt</dir beschreibt den Ordner "MusikInt" im Hauptpfad des internen Speichers. Hier sind also die Order zu definieren, welche Fuppes für Clienten freigeben soll. Natürlich kann auch ein dritter Ordner angelegt oder generell einfach nur "MyDocs" freigegeben werden. Bei <interface>192.168.178.21</interface> gilt es nun, die Netzwerk-IP-Adresse des N900 einzutragen. Fuppes kann da sehr zickig sein. Daher sollte dem N900 vorher im Netzwerk eine feste IP-Adresse zugewiesen werden. Bei vielen Fritz!Boxen von AVM geht das spielend leicht direkt über den WLAN-Rooter. Wenn alles erledigt ist, muss man die Änderungen noch speichern.

Nun wird Fuppes zum ersten Mal über das Terminal mit dem Befehl /opt/bin/fuppes gestartet. Ratsam wäre, sich dafür mit cmd Shortcuts einfach einen Button auf das Display des N900 zu legen:

Wenn Fuppes gestartet ist, erwartet uns zunächst das (stürzt Fuppes beim Start gleich ab, gibt es ein Problem mit der IP-Adresse!):

Bevor es losgehen kann, einmal u [Enter] eingeben und warten. Jetzt stellt Fuppes die Datenbank zusammen. Ist Fuppes damit fertig, noch einmal a [Enter] für die Freigabe drücken. Wird Fuppes später erneut gestartet, muss beides nur dann wiederholt werden, wenn Dateien in den freigegebenen Ordern verändert wurden. Und jetzt kann es losgehen. Der Kabel-Receiver Vantage VT-1C+ ist hier der Client im Netzwerk und greift auf das N900 zu:

Das funktioniert absolut perfekt! Wer sein N900 also ausmustern will, kann es auch einfach als Media-Server im Netzwerk betreiben. Schließlich haben einige am N900 sogar schon externe Festplatten laufen lassen. Für HD-Filme wird das Teil aber sicherlich zu langsam sein.

Dienstag, 28 August 2012 18:12

Das übliche zuerst:

Zuerst komplett durchlesen!

Wer die Begriffe Terminal/root noch nie gehört hat, sollte das hier lassen! Dient zum eigenen Schutz, ich übernehme keine Haftung für Folgeschäden am Gerät, alles auf eigene Gefahr! Diese Anleitung ist auch nichts für einen blutigen Anfänger, sonder eher für Leute, die wissen, was hier passiert.

Punkt 1: Bevor man damit beginnt, sollte man vorher wissen, dass nach der Installation die Gerätesperre mit Passwortschutz nicht mehr funktioniert. Hier ist nicht die Displaysperre gemeint.

Das ganze geschieht hier auf einer Linux Kiste.

Vorbereitungen:

  • Backup machen
  • Akku voll laden
  • Harmattan Firmwareflasher für euer Betriebssystem hier herunterladen und installieren.

Eingaben am N9 sehen so aus

Eingaben am PC sehen so aus

1.

Als erstes "müssen" wir folgendes am N9 im Terminal als root eingeben:

disclaimer-cal remove View-openmode

Ansonsten werden wir ein paar Sekunden mit folgender Meldung begrüßt beim Einschalten:

Die Bootzeit verkürzt / verlängert sich nicht dadurch, egal ob diese Meldung kommt oder nicht.

 

Damit nun auch Passwörter gespeichert werden, müssen wir alle Konten löschen, werden zu einem späteren Zeitpunkt wieder angelegt. Das geschieht als user mit:

rm -rf /home/user/.accounts

rm -rf /home/user/.activesync

rm -rf /home/user/.aegis

Jetzt das N9 erstmal ausschalten.

 

Die bis jetzt gemachten Schritte am N9 müssen nur 1x gemacht werden!

2.

Nun ein Terminal öffnen und folgendes eingeben:

wget -r -l1 -nd --no-parent -Amoslo-0.*.rpm http://releases.nemomobile.org/snapshots/repos/hw/ti/omap3/n950-n9/latest/armv7hl/armv7hl/

rpm2cpio moslo-*.armv7hl.rpm | cpio -vidu

3.

sudo flasher -k usr/share/moslo/zImage-moslo -n usr/share/moslo/initrd-moslo -l -b

4.

Jetzt das N9 per USB anstecken, nach kurzer Zeit kommt:

 

Wenn folgendes erscheint, könnt ihr nun die Partition mounten wenn nicht schon automatisch geschehen (/media/Alt_OS):


nun laden wir uns das aktuelle Image herunter:

http://repository.maemo.org/meego/Nemo/

derzeit ist es folgendes:

http://repository.maemo.org/meego/Nemo/0.20120614.1.NEMO.2012-08-05.2/images/nemo-handset-armv7hl-n950/nemo-handset-armv7hl-n950-0.20120614.1.NEMO.2012-08-05.2.tar.bz2

also:

wget http://repository.maemo.org/meego/Nemo/0.20120614.1.NEMO.2012-08-05.2/images/nemo-handset-armv7hl-n950/nemo-handset-armv7hl-n950-0.20120614.1.NEMO.2012-08-05.2.tar.bz2

wenn es schon eine Nemo Installation gibt die mit einer neuen ersetzt werden soll, zuerst:

sudo rm -rf /media/Alt_OS/*

eingeben, ansonsten:

sudo tar --numeric-owner -xf nemo-handset-armv7hl-n950-0.20120614.1.NEMO.2012-08-05.2.tar.bz2 -C /media/Alt_OS/

und das Image wird auf das N9 entpackt, dauert 1 – 2 Minuten. Jetzt müssen wir wieder die Partition vom N9 aushängen:

sudo umount /media/Alt_OS

Nun das USB Kabel vom N9 trennen, es folgt:

Mit VolumeDown wird nun Nemo Mobile gestartet. Der „Firstboot“ dauert etwas, habt gedult. Am besten ein paar Minuten warten und noch mal neu starten und den Kernel laden, siehe Punkt 3.

Neue Versionen können auch per Terminal upgedatet werden, per zypper ref, danach zypper up oder zypper dup. Oder von Punkt 3 beginnen bei einer clean Installation.
Falls ihr fragen habt, könnt ihr dies hier im entsprechenden Forenthread machen.

Viel Spaß!

Besten Dank an die Leute, die so etwas überhaupt ermöglichen!