Montag, 10. November 2014 20:05

[A] DDR-Opposition in Ostberlin

geschrieben von  Tumleh

Vor 25 Jahren wendete sich das Blatt glücklicherweise zum Guten! Das Volk der ehemaligen DDR sprengte seine Ketten und brachte die mörderische Mauer zum Einsturz - in einer friedlichen Revolution und ohne Blutvergießen. Ohne Opposition wäre das niemals möglich gewesen! Im Juni 1953 wurde der Volksaufstand in der DDR mit brutaler Gewalt niedergewalzt. Die Geschichte lehrt uns, dass Diktaturen nie von Dauer sind. So verschwand auch der Unrechtsstaat DDR von der Landkarte. Doch die Erinnerungen bleiben, und das sollen sie auch! Niemals darf vergessen werden, welches große Leid die Willkürherrschaft des SED-Regimes brachte. Die Tage des November 1989 sind und bleiben die schönsten und bewegendsten Tage meines Lebens.

Die kostenlose App DDR-Opposition in Ostberlin von Christian Vogel bietet einen gelungenen Rückblick auf Höhepunkte der DDR-Opposition - mit Texten, Fotos und Videos:

- Alexanderplatz: Demonstration 4.11.1989

- Mokka-Milch-Eisbar: Szenetreff 1960er

- Wohnung von Robert Havemann

- Stalinallee: Aufstand Juni 1953

- Proteste bei Liebknecht-Luxemburg-Demo 1988

- Jugend(widerstands)museum

- Zivilcourage gegen Neonazis

- Friedensaktivisten und Blueser

- Stürmung der MfS-Zentrale am 15.1.1990

- Punks

- Fluchtversuche über die Spree

- Ausreiser

- Mauerfall 9.11.1989

Die App beschränkt sich auf die Ostberliner Opposition. Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass es überall in der DDR eine Opposition gab. Ganz besonders stolz blicken für dabei vor allem auf die mutige Leipziger Bevölkerung mit ihren Montags-Demonstrationen, insbesondere jene vom 9.10.1989.

Ein App-Highlight sind die eingebetteten Videos, so unter anderem die Nachrichten (Tagesschau, ZDF heute, Berliner Abendschau) vom 9. und 10.11.1989.

Der vom Volk verhasste Staatssicherheitsdienst war das Geschwür des Unrechtsstaates, das hinweggefegt werden konnte. Die Aufarbeitung wird noch Jahre dauern, und das ist gut so!

Siehe dazu auch meine Artikel

DDR-Diktatur in Berlin

- Die Berliner Mauer

- Tränenpalast

 

 

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In der DDR (Deutsche Demokratische Republik) der 1980er Jahre tauchten mit den Bürgerrechtlern und Umweltschützern, Friedensaktivisten und politischen Christen, kritischen Künstlern und Punks eine Vielzahl oppositioneller Gruppen auf. Sie trafen sich in Privaträumen und Kirchen und begehrten gegen das stalinistische Regime der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) auf. Begünstigt durch die Reformen Michail Gorbatschows in der Sowjetunion brach im Sommer 1989 eine Ausreisewelle los. Im Herbst desselben Jahres spitzte sich die politische Situation schließlich zu.

Im ganzen Land forderten DDR-Bürger bei den Montagsdemonstrationen Freiheitsrechte und demokratische Mitbestimmung. Zentrum der Protestbewegung war Leipzig, wo am 9. Oktober 1989 Zehntausende gewaltlos demonstrierten – der Anfang vom Ende der Diktatur. Am 4. November 1989 kam es auch auf dem zentralen Ostberliner Alexanderplatz zu einer Großdemonstration. Fünf Tage später fiel die Mauer.


Die Tour führt an Orte in Mitte, Friedrichshain, Lichtenberg und Treptow, die einen Einblick in die Geschichte der DDR-Opposition geben. Startpunkt ist der Alexanderplatz. Die Orientierung ist über die integrierte Karte möglich.

Es ist ratsam, die Tour mit einem aufgeladenen Akku zu starten. Der Internetzugang des Smartphones muss gegeben sein.
Tour erstellt von: Klionaut, Berlin 2014, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Software: www.urban-playground.net

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Last modified on Montag, 10. November 2014 20:05